Die beiden Städte Selb und Asch sind vor allem durch die Vertreibung der Sudetendeutschen getrennt worden. Diese deutschsprachigen böhmischen Bürger mussten fliehen, die meisten nach Bayern. Dort sind Sie als 4. Volksstamm neben Bayern, Franken und Schwaben akzeptiert und haben eine neue Heimat gefunden.
Vertreibung und Krieg ist das Gegenteil jeglicher Freundschaft. Dies ist unmöglich unter Freunden, aber möglich durch Bürger, die alles mit sich geschehen lassen und auch an Unrecht teilnehmen. Die Sudeten haben Erfahrungen gemacht und wissen, wie wichtig Frieden und Freundschaft sind.
Daher die Einladung an die Sudeten, sich für die Freundschaftswochen zu engagieren. Wir sind sicher, dass mit Erfahrungen, Beziehungen und Ideen viel zu den Freundschaftswochen beigetragen werden kann. Hier richten wir uns vor allem an die einzelnen Bürger.
Wir brauchen Engagement von unten und nicht von oben verordnet. Nur als freie Menschen können wir Frieden und Freundschaft leben. Die Aussöhnung muss von beiden Seiten kommen. Es ist wichtig auch für die jetzige Generation, weil viele Vorurteile bestehen.
Der 2. Weltkrieg war ein grosses Unrecht, die Vertreibung hat dieses Unrecht verstärkt und das Sudetenland wirtschaftlich zurückgeworfen. Viele Menschen wurden entwurzelt und haben sich ein neues Leben aufbauen müssen.
Tschechische Polizisten beschimpfen immer noch gerne Deutsche als Nazis, Rechtsextremismus ist nicht akzeptabel. Vorurteile und ein falsches Geschichtsverständnis auch heute noch Ursachen für unbegründeten Hass.